Der Verschluss befindet sich im Kamera-Body vor dem Bildsensor. Beim Auslösen öffnet sich dieser für die Dauer der von uns vorher eingestellten Belichtungszeit. Je länger die Belichtungszeit, desto mehr Licht fällt durch die Blende auf den Sensor.
Die Auswahlmöglichkeiten reichen dabei von ganzen Sekunden bis hin zu Bruchteilen von Sekunden wie zum Beispiel 1/60 oder sogar 1/1000 Sekunde oder schneller.
Beim Fotografieren aus der Hand gibt es für Anfänger die Faustformal, dass man eine Belichtungszeit wählen sollte, die mindestens der Brennweite entspricht. Wenn ich also mit einem 85mm Objektiv ein Portrait von meinem Hund machen möchte, sollte ich mindestens 1/80 bis 1/100 Sekunde wählen, damit mein Bild nicht verwackelt.
Die gewählte Zeit wird Euch von der Kamera angezeigt:
1/125, 1/60, 1/30, 1/15, 1/8, 1/4, 1/2, 1sek, 2s, 4s, 8s, 15s, 30s
Oft zeigt Euch die Kamera die Belichtungszeit jedoch ohne die Bruchstriche und mit “ für ganze Sekunden an
125, 60, 30, 15, 8, 4, 2, 1″, 2″, 4″, 8″, 15″, 30″
Ihr solltet dabei auch beachten, dass nicht nur die eigene Bewegung beim Fotografieren für verwackelte Bilder sorgen kann. Auch der Hund kann und wird sich vermutlich sogar bewegen. Wenn ich auf Grund der Lichtverhältnisse zu einer eher längeren Belichtungszeit gezwungen bin, zoome ich zwischendurch immer mal in die Voransicht auf meiner Kamera rein, und überprüfe ob die Belichtungszeit noch ausreicht. Auf den hochauflösenden Screens der heutigen Kameras sehen die Bilder oft perfekt und knackig scharf aus, solange man nicht reinzoomt.